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Innovationen und Entwicklung

Waldleistungen auf Dauer sicherstellen: Das ist der Kernauftrag der Burgergemeinde Bern an ihren Forstbetrieb. Dabei sollen klima- und bautaugliche Wälder entstehen. Der Forstbetrieb setzt dazu moderne Informationstechnologie ein. Diese hilft, den Wald schonend und zum richtigen Zeitpunkt zu pflegen. Viele Wälder sind alt und wenig vital, weshalb eine Verjüngung und Durchforstung unverzichtbar ist.

Bild Legende:

Während früher alle zehn Jahre ein Betriebsplan erstellt und Massnahmen geplant wurden, gilt heute eine rollende und stets aktuelle Waldplanung. Möglich macht dies die moderne Technik. Dank Satelliten- und Lasermess-Technologie können Waldbestände aus der Luft gemessen und ausgewertet werden. Ein Satellit liefert beispielsweise alle fünf Tage Farbbilder der Wälder. Daraus können Baumarten, Eingriffe, der Zuwachs und die Vitalität abgeleitet werden.

Eine konsequente Planung mit einem Waldplanungsprogramm gibt die Dringlichkeiten der Massnahmen vor. So wird in kurzen Zeitabständen überprüft, ob die angestrebte Zusammensetzung der Baumarten, die beabsichtigten Zieldurchmesser und die angestrebten Umtriebszeiten («Lebensdauer» der Bäume) umgesetzt werden. Das mit der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften an die Praxis angepasste Programm ermöglicht eine präzise Lenkung der Massnahmen.

Technik ermöglicht präzise und schonende Massnahmen
• Mit geolokalisierten Geräten werden die Markierungen des Försters im Wald und die Maschinen gelenkt.
• Maschinen bewegen sich ausschliesslich auf Rückegassen. So kann die Bodenfruchtbarkeit auf 90 Prozent der Waldfläche uneingeschränkt eingehalten werden.
• Der Förster bezeichnet die sog. Z-Bäume (Zukunftsbäume), die bis zum Ende der Umtriebszeit stehen bleiben, mit einem blauen Ring und erfasst diese mit GPS-Daten, Durchmesser und Baumart.
• Bäume, die gefällt werden müssen, damit die Z-Bäume genügend Licht erhalten, werden mit einem roten/orangen schrägen Strich bezeichnet. Sie werden gefällt und gelangen in die Holzindustrie. Daraus entstehen Balken und Bretter für Häuser, Möbel oder Energieholz für CO2-neutrale Heizungen.
• Maschinen, die automatisch die genutzten Bäume in einer Datenbank erfassen, ermöglichen es, einheimisches Holz zu konkurrenzfähigen Preisen zu verkaufen. Dadurch können Wälder in anderen Ländern vor nicht nachhaltiger Abholzung geschont und nötige Investitionen in die nächste Waldgeneration finanziert werden.

Strenge Regeln im Sinne der Natur
Die Schweiz verbraucht 10 Mio. Kubikmeter Holz und Holzprodukte pro Jahr. Hierzulande wächst jedes Jahr etwa diese Menge nach. Genutzt werden heute aber nur 4,5 Mio. Kubikmeter. 5,5 Mio. Kubikmeter werden deshalb importiert – auch aus Gebieten, in denen der Wald nach der Abholzung unwiederbringlich verloren ist. Das Schweizer Waldgesetz hingegen garantiert die strengste Waldbewirtschaftung auf der ganzen Welt.

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